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Mittwoch, 8. April 2015

Besuche und Abschiede

Ich habe Osterferien. Das finde ich super. Allerdings sind die Osterferien auch meine letzten Ferien als FLA in Schottland. Das finde ich dann direkt weniger super. Ich bin noch knapp zwei Monate hier und habe das Gefühl, dass die Zeit mit der Geschwindigkeit eines ICEs an mir vorbei rast.

In der letzten Woche hatte ich gleich zweimal Besuch. Katharina, eine FLA, die in Südengland arbeitet und die ich beim Ambassador-Treffen in London kennengelernt habe, und Anja und Rebecca aus Deutschland. Katharina kam, als ich noch Schule hatte, aber zum Glück ist sie ja schon groß und konnte sich einen Tag alleine beschäftigen. Ich hatte vor den Ferien noch ein bisschen Stress, weil ich verschiedene Berichte und Präsentationen fertig machen und einen Text für den Schulnewsletter schreiben musste.
An Katharinas letzten Tag in Glasgow hatte ich dann aber frei und bin mit ihr ins West End gegangen. Das Wetter war wunderbar frühlinghaft und wir haben zugesehen, dass wir erstmal viel draußen gemacht haben. Ich habe den Kelvingrove Park neu entdeckt, nachdem ich im Winter gar nicht drin war. Das war wirklich schön. Später sind wir dann noch in die Hunterian Art Gallery und ins Kelvingrove Museum gegangen. Während ich die Art Gallery ja erst noch vor kurzen mit Amelie besucht hatte, ist es schon über ein halbes Jahr her, dass ich zuletzt im Kelvingrove Museum war. Im September hatte ich in der Ägypten-Abteilung ein Computerspiel entdeckt, bei dem man zwischen der Mumie und einem Talisman einen Weg mit Steinen legen musste (so ähnlich wie bei dem Spiel Carcassone) und dabei aufpassen, dass der Weg an keiner Seite offen ist - man bekommt natürlich immer Steine, die nicht passen, bzw. die verzweigen und jede Verzweigung muss entweder zugemacht werden oder zum Talisman führen. Die Seele soll nämlich durch das Talisman befreit werden oder so. Im September war ich zu doof für das Spiel und wollte nicht länger üben, weil Kinder hinter mir anstanden. Diesmal war das Museum leerer und ich hatte mehr Zeit. Ich habe es bis in den vierten Level geschafft und bin sogar in der Highscore-Liste gelandet. Es sind manchmal Kleinigkeiten, auf die man besonders stolz ist. ;-)

Kelvingrove Museum mit blühendem Baum
Kaum war Katharina abgefahren, kamen auch schon Rebecca und Anja. Das war ganz praktisch; ich musste die Gästematratze gar nicht wegräumen. Die beiden sind schon sehr Schottland-erfahren, aber hatten wenig bis gar nichts von Glasgow gesehen. Also habe ich versucht, ihnen in wenigen Tagen zu zeigen, dass Glasgow die schönste Stadt Schottlands ist: West End, Innenstadt, Central Station, der Ausblick vom Lighthouse, Kathedrale, Nekropolis, Clyde... Ich war ganz begeistert davon, meine Lieblingsorte im Sonnenschein zu sehen - die Sonne habe ich in letzter Zeit doch schmerzlich vermisst - und ich glaube, meinem Besuch hat es auch gut gefallen. Sie hatten natürlich auch ihre eigenen Ziele. Das Keksregal im Supermarkt zum Beispiel.

Am Karsamstag haben wir einen Ausflug in Richtung Süden gemacht. Gretna Green, Durham und the Angel of the North. Gretna Green ist die Marriage Capital des UKs. Im 18. Jahrhundert sind minderjährige Paare aus England, die ohne Erlaubnis der Eltern heiraten wollten, nach Gretna Green durchgebrannt, weil es in Schottland nicht nötig war, die Einwilligung der Eltern zu haben. Zu dieser Zeit war eine Eheschließung in Schottland gültig, solange das Eheversprechen vor zwei Zeugen ausgesprochen wurde. So konnte im Grunde jeder eine Eheschließung vornehmen. In Gretna Green war es meistens der Schmied, der "anvil priest", weswegen der Amboss auch das Symbol der Hochzeiten in Gretna Green wurde.  In Stolz und Vorurteil wird der Ort auch erwähnt, weil Wickham und Lydia dort vermutet werden. 
Mittlerweile ist das Örtchen ein Touristenziel, auch wenn da immer noch viele Leute heiraten. Um die berühmte Schmiede herum stehen süße weiße Häuschen und niedliche bis kitschige Skulpturen sowie ein Bogen, unter dem sich ganz viele Pärchen küssend fotografieren ließen.
Durham hatte ich schon mal besucht, aber diesmal hatten wir viel mehr Zeit. Außerdem war es hell als wir da ankamen. Rebecca, Anja und ich sind durch die Innenstadt geschlendert bevor wir zu Kathedrale gegangen sind. Die Kathedrale habe ich mir bei diesem Besuch auch viel genauer angesehen als beim letzten. Aber natürlich sind wir auch in den Kreuzgang gegangen, der aus den Harry Potter-Filmen bekannt ist. Wie im Alnwick Castle bekamen wir von unserem Reiseleiter Fotos, die wir mit der Architektur vor Ort ergänzen sollten. Wir hatten aber mehr Spaß daran, sie nachzustellen und Anja hat einen ganz tollen Snape hingekriegt.
Vom letzten Mal wusste ich ja noch, dass der Rasen verboten ist...

Snape erwischt Ginny und eine andere Schülerin ohne Schuluniform
Außerdem hatten wir Glück und das Chapter House war geöffnet. Professor McGonagalls Klassenzimmer. Normalerweise ist das geschlossen, aber das National Youth Orchestra machte in der ganzen Stadt für sein nächstes Konzert und ein Cello-Quartett spielte im Chapter House. Im November hatte ich durch das Fenster gelinst und gedacht, dass es wirklich wie das Klassenzimmer aussieht. Samstag fand ich es nicht mehr ganz so, vermutlich weil der Tisch und der Stuhl abgedeckt waren. Außerdem ist es merkwürdig, Cellisten im Verwandlungsklassenzimmer zu haben.
Im Gift Shop der Kathedrale habe ich außerdem geguckt, wie weit das Lego-Modell ist und sie sind ein ganzes Stück weiter gekommen. Ich fand es besonders toll, dass sie auch den Fußboden und die Orgel nachgebaut haben. Ich weiß nicht, ob mir das beim letzten Mal nicht aufgefallen ist, oder ob das auch neu war.
Der Angel of the North war nur ein Foto-Stopp und ich muss sagen, ich fand die Kelpies beeindruckender. Die Statue hat - laut Wikipedia - auch eine symbolische Bedeutung von wegen coal miners und der Übergang vom industriellen ins Informationszeitalter, aber ehrlich gesagt konnte ich das darin nicht erkennen. 

An Ostern waren wir drei in der St Mungo's Cathedral zum Gottesdienst. Das fand ich auch sehr schön. Der Pfarrer hat über die drei verschiedenen Wörter gesprochen, die in der Ostergeschichte im Johannesevangelum für "sehen" verwendet werden. Einmal im Sinne von "wahrnehmen", dann "wahrnehmen und verstehen" und zum Schluss "wahrnehmen, verstehen und glauben". Letztes Jahr Ostern in Rom, dieses Jahr in Schottland... Ich muss sagen, dass mir der Gottesdienst hier in der Kathedrale besser gefallen hat, als der auf dem Petersplatz. Aber trotzdem, nach zwei Jahren ohne die bekannten Osterlieder muss ich nächstes Jahr wieder in Deutschland feiern. 

Aber mein Post heute heißt ja nicht nur "Besuche" sondern auch "Abschiede". Die Osterferien bedeuten auch, dass Die GETs wieder nach Hause müssen. Amelie also auch. Ich bin nicht gut im Verabschieden und zögere das immer gerne raus, vor allem, wenn es um die Verabschiedung von Leuten geht, die ich mag. Bisher musste ich nur die GETs verabschieden (abgesehen von meine Besuchern, aber das ist ja was anderes) und die habe ich dann einmal in den Arm genommen und "Gute Fahrt" gewünscht. Ganz so, als würden sie nur zum einwöchigen Osterurlaub an die Ostsee aufbrechen.
Von Amelie gab es einen Abschied auf Raten: Abschiedsessen mit den Kolleginnen (vor ihrer letzten Schulwoche), ein letzter gemeinsamer ISUK-Ausflug, Abschiedstrinken mit anderen GETs, Abschiedspubbesuch mit der Scottish Country Dance Society, letzter gemeinsamer Schultag mit Kuchenessen und gestern bin ich mit Amelie, ihrem Freund und ihrer Schwester nach Falkirk, Edinburgh und Stirling gefahren und abends in einen Comedy Club gegangen. Diesmal war es wirklich ein Abschied.
Ich war schon sowohl in Edinburgh als auch Stirling, aber Edinburgh ist immer wieder schön (ich werde sicher nochmal hinfahren) und es schien die Sonne. Bei meinem letzten Ausflug auf den Calton Hill in Edinburgh bin ich schon um das National Monument herum geschlichen und wollte eigentlich gerne drauf klettern, sah aber ein, dass ich das alleine nicht schaffen würde. Ich bin zu klein. Gestern waren wir aber zu viert da und Amelie und ihre Schwester haben mich hochgezogen, während Amelies Freund am Fuß des Denkmals assistierte. Zuerst habe ich micht etwas geziert, weil ich ziemlich Schiss hatte, nicht hochzukommen und mich endlos zu blamieren, aber dann hat es doch super geklappt. Auf der Royal Mile in Edinburgh war ich auch fast versucht, mir einen Koffer im Tartan-Muster zu kaufen, habe mich dann aber doch dagegen entschieden, weil ich fürchtete, dass er trotz des stolzen Preises von 50 Pfund nicht lange halten würde. Auch die Kelpies in Falkirk kannte ich schon, aber wir waren auch beim Falkirk Wheel, einem irren Schiffshebewerk, das wie ein Reisenrad mit nur zwei Gondeln funktioniert und Schiffe von einem höher liegenden Kanal in einen tiefer liegenden transportiert und umgekehrt.
Falkirk Wheel
National Monument in Edinburgh
Robert the Bruce sonnt sich in Stirling
Im Comedy Club trafen wir dann auch Sebastian und seine Freundin sowie einen schottischen Freund von Amelie und Sebastian. Der Abend im Club war lustig. Es traten einige Nachwuchs-Stand up Comedians auf, einige besser als andere und ein Typ aus Yorkshire, den ich gar nicht verstanden habe. Danach gab es einen längeren Auftritt von einem erfahreneren Comedian, der (männlich) einen ziemlich guten Beitrag über die Menstruation und darüber hielt, dass das NHS kostenlos Kondome verteilt, aber Binden und Tampons als Luxusgüter bezeichnet werden. Ich hatte sehr viel Spaß. Aber leider ging der Abend dann auch zuende und der endgültige Abschied nahte. Amelie sagte etwas wie "Lass von dir hören!" und andere Sachen, die normale Menschen zum Abschied sagen. Ich sagte: "Gute Fahrt!" Wie bereits erwähnt, ich bin nicht gut bei Abschieden. Aber ich hoffe auch darauf, dass wir es schaffen, uns in Deutschland mal zu besuchen.

Donnerstag, 2. April 2015

Hogwarts, Hogwarts, Hoggy Warty Hogwarts

Eigentlich müsste ich meinen Blog jetzt umbenennen, denn am Samstag war es Hogwarts. Ja, ihr habt richtig gelesen: Ich war in Hogwarts, habe das Schloss erkundet, mich in lange Roben geworfen, mit magischen Kräutern hantiert und fliegen gelernt. Ein durch und durch magischer Tag und ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist.

So und jetzt nochmal ausführlich: Am Samstag stand wieder eine ISUK-Tour auf dem Programm, diesmal ging es ins Alnwick Castle (wird übrigens Ahnick ausgesprochen), in dem Teile der ersten beiden Harry Potter-Filme gedreht wurden, so wie zum Bamburgh Castle. Beide liegen in Northumberland, England. Die Tour zum Alnwick Castle war schon einmal angeboten worden, aber an dem Wochenende konnte ich nicht und wartete nur darauf, dass es wieder die Gelegenheit gab, dahin zu fahren. Ende März waren die Chancen auf gutes Wetter auch recht groß. Keine Frage also, dass Amelie und ich dahin fahren würden. Hatte ich schon erwähnt, dass es nach Hogwarts ging?
Viertel vor acht an der Uni, um acht Uhr ging es los, das kennen wir ja mittlerweile schon. Ein bisschen schlafen im Bus, weil wir am Abend vorher mit unseren Kolleginnen essen waren, eine Kaffeepause nach etwa eineinhalb Stunden in Dunbar. Eigentlich wollten wir nur an einer Raststätte an der Autobahn halten, aber die war geschlossen. Wir hatten eine Dreiviertelstunde Aufenthalt in Dunbar, ein nettes Städtchen an der Küste, in dem es etwas windig war. Amelie und ich haben uns die Beine vertreten und haben uns dann einen Tee organisiert.



Wieder in Bus stieg die Spannung, der Reiseleiter war wieder eine Herausforderung, aber wir hatten Spaß und sangen auch bei den ABBA-Liedern mit. :-D Je näher wir Hog... Alnwick Castle kamen, desto größer wurde die Vorfreude. Wir bekamen eine Karte des Schlossgeländes, die sehr liebevoll gezeichnet war. Außerdem verteilte der Reiseleiter Fotos aus den Harry Potter-Filmen und gab uns die Aufgabe, die entsprechende Ecke des Schlosses zu finden.

Wir kamen in Alnwick an und das Wetter war toll. Amelie und ich entschieden uns, nicht direkt das Schloss zu stürmen, sondern erst ein Foto (oder zwei) von der Lion Bridge aus zu machen. Von dieser Brücke hat man eine gute Sicht auf das Schloss. Sie heißt Lion Bridge, weil der Gryffindor-Löwe ein Löwe auf der Mitte der Brücke steht.


Dann gingen wir zum Schloss und ja, ich habe es definitiv als Hogwarts wiedererkannt. Das Alnwick Castle ist (nach Windsor) der zweitgrößte Adelssitz Englands und gehört der Familie Percy (Percy ist diesem Fall der Nachname; es ist also mitnichten so, dass Percy Weasley Karriere im Zaubereiministerium gemacht und ein Schloss gekauft hat), den Earls und Dukes of Northumberland. Bereits im 11. Jahrhundert wurde an dieser Stelle ein Schloss gebaut, das damals aber noch von einer anderen Familie bewohnt wurde und von dem man heute nichts mehr sieht, weil es im 13. und 14. Jahrhundert komplett umgebaut wurde. Auch im 18. und 19. Jahrhundert wurden viele Änderungen vorgenommen. Die ISUK fassen die Geschichte des Schlosses auf dem Itinerary folgendermaßen zusammen: "over 700 years of drama, intrigue, tragedy and romance". Das trifft es vielleicht besser ein als Abriss über den Rosenkrieg. ;-) Übrigens ist nicht nur Harry Potter im Alnwick Castle gedreht worden, sondern zum Beispiel auch der Robin Hood-Film mit Kevin Costner oder Elizabeth mit Cate Blanchett. Auch Downton Abbey hat mal einen Ausflug in das Schloss gemacht.
Wir betraten also Hogwarts und wandten uns zuerst einmal der Knight's Quest zu. An einer Statue von Sir Henry Percy vorbei gelangten wir ein einen Säulengang, der um einen Innenhof herum führte. Im Säulengang gab es verschiedene Aktivitäten, Gaukler, Alchimisten, Verkleidungen und einen Seifenstand. Unter der fachkundigen Aufsicht von den Professoren Snape und Sprout - oder vielmehr einem Mann und einer Frau in mittelalterlichen Gewändern - wählten wir vier Pflanzen aus, die die Grundlage unserer Seife bildeten. Ich hatte Rosenblätter, Lavendel, Kamille und Echten Eibisch, der auf Englisch im Volksmund Marshmallow genannt wird, weil die Süßigkeiten daraus bestehen, und den ich nur genommen habe, weil ich den Namen so lustig fand. Ich hätte noch Ringelblume, Minze und ein oder zwei andere Pflanzen wählen können. Wir zerkleinerten die Pflanzen in einem Mörser, was bei dem Wind gar nicht so einfach war. Die zerriebenen Blüten wurden dann mit Haferflocken vermischt und damit das Gemisch auch zusammenblieb, verkneteten wir es mit Pflanzenfett (im Mittelalter wurde Tierfett genommen, aber das wollte man den Kindern wohl nicht zumuten) und rollten kleine Kugeln. Die mussten noch ein paar Tage trocken, aber inzwischen könnte ich die Seife benutzen. Sie sieht eher aus wie Müslikugeln, aber riecht ganz anders. Auf dem Bild links sieht man Amelies Mischung.


Nachdem Amelie und ich uns die Hände gewaschen hatten, beschlossen wir, dass wir uns als nächstes als Prinzessinnen verkleiden wollten. Es gab viele schöne Kleider im Kleiderschrank und die beiden Frauen, die darauf aufpassten, halfen uns dabei, das passende auszuwählen. Auch wenn wir Kleider anhatten, waren wir Damsels ganz und gar nicht in distress und posierten mit den gefährlichen Drachen und den Kampfpuppen.



Die Drachen hatte uns dann auch Lust auf die Dragon Quest gemacht, ein kleines Gruselkabinett mit integrierter Geschichte über Kämpfe mit Drachen und einem Quiz für Kinder, bei dem wir schon nach der zweiten Frage wussten, dass das Lösungswort "Percy" sein musste. Trotzdem hatten wir viel Spaß in der Dragon Quest (es gab einen Gang mit rotierenden Totenköpfen und ein Spiegelkabinett inklusive einer Gollum-ähnlicher Figur).
Als wir auf der Knight's Quest kamen, liefen wir einer Hochzeitsgesellschaft (mit Dudelsackspielern!) über den Weg. Ja, in Hogwarts kann man heiraten, aber die Warteliste ist wohl sehr lang. Ich könnte mich jetzt schon mal eintragen... Wir liefen über die Grünflächen von Hogwarts und suchten nach den Teilen, die auf unseren Fotos zu sehen waren. Unterwegs kamen wir an der Besenflugstunde vorbei und beschlossen, die später auch zu besuchen. Außerdem gingen wir ins Fusiliers Museum, verließen das aber auch ganz schnell wieder und liefen in die Richtung der Gärten, weil uns ein sehr großes Baumhaus als Attraktion angepriesen wurde. Für die Gärten hätte man ziemlich viel Eintritt zahlen müssen und obwohl wir das Baumhaus schon beeindruckend fanden, war Hogwarts doch viel interessanter und wir gingen zurück zum Schloss. Dort entdeckten wir dann auch beide Filmkulissen von unseren Harry Potter Bildern. 




Ich wäre gerne noch in die State Rooms, also in die tatsächlichen Gebäude des Schlosses herein gegangen, aber dafür hatten wir keine Zeit mehr, denn wir wollten nicht zu spät zu unserer eigenen Flugstunde kommen. Zwei Mädchen kamen zu spät und wurden von dem strengen Fluglehrer zurecht gewiesen.
Der ganze Besuch in Hogwarts war ein einziges Highlight und ich fand viele der Aktionen richtig toll, deswegen ist es schwierig zu sagen, ob die Besenflugstunde tatsächlich der Höhepunkt des Tages war, aber ich hatte wirklich unheimlich viel Spaß und ich kam mir kein bisschen blöd dabei vor (Ja, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ihr mich für bescheuert erklären könnt).
Wir hatten zwei Lehrer, ich habe leider die Namen beider vergessen, aber der eine war ein ungarischer Weltmeister im Fliegen. Zu Beginn der Stunde mussten wir uns aufwärmen, d.h. das Ticket, mit dem die Teilnehmer beschränkt wurden, in der rechten Hand halten und diese am Handgelenk einklappen, die linke in die Seite stimmen und dann gleichzeitig mit dem Po, den Knien und den Augenbrauen wackeln. Die Lehrer wählten dann vier Leute (u.a. Amelie) aus, die uns die Aufwärmübung nochmal vormachen sollten. 
Dann wurden die Besen verteilt. Wir mussten in die Knie gehen, die Hände ausstrecken und den Besen auffangen. Um das zu demonstrieren, wurde eine Frau aus der Klasse ausgewählt (wir waren eine sehr heterogene Lerngruppe was das Alter angeht), die sich etwas ungeschickt anstellte und danach immer wieder von dem Lehrer aufgezogen wurde. Als alle einen Besen hatten, wurde uns gezeigt, wie wir den Besen besteigen sollten und uns gesagt, dass wir das auf eine angeberische Weise machen sollte. Dafür benutzte der Lehrer in Wort, das ich nicht kannte. Es war auch wohl ungewöhnlich, denn der Lehrer suchte ein williges Opfer, das ihm das Wort erklären sollte. Er fand mich. "Are your a student?" Ich musste mich neben ihn stellen und das Wort definieren. Joa, ich habe auf ganzer Linie versagt. Fünfzehn Punkte Abzug von Ravenclaw.
Endlich waren alle Formalitäten geklärt und wir durften fliegen (für die ohne Fantasie: über die Wiese laufen und "Wuuusch!" rufen). Wir mussten um die Lehrer herum fliegen und sollten "Good afternoon, Sir" sagen, wenn wir an einem von beiden vorbei kamen. Der nächste Schritt war eine Art Ochs am Berge. Wir flogen auf unseren Lehrer zu, wenn er "Go!" rief, und blieben bewegungslos stehen, wenn das Kommando "Stop!" lautete. Diejenigen, die noch wackelten, wenn der Professor uns ansah, mussten wieder zurück an den Anfang. Die Übung haben wir zweimal gemacht. Einmal mit akustischen und einmal mit visuellen Signalen. Im zweiten Durchgang gab es auch das Kommando wie ein Kaninchen zu hoppeln. 
Damit war die Flugstunde beendet und die Lehrer berieten, ob wir bestanden hatten. Wir hörten die Worte "horrible" und "fools", aber ich hatte doch ein ganz gutes Gefühl. Trotzdem war ich die Einzige, die bei der Ansage: "Nobody, not a single one of you has... failed!" gejubelt hat. Ehrlich gesagt, hatte ich schon damit gerechnet, dass zumindest die Frau, die der Lehrer zu Beginn auf dem Kieker hatte, nochmal in die Nachprüfung musste oder so. Und ich fand, dass so ein bestandener Flugschein schon ein Grund zum Jubeln ist. Die Freude meiner Klassenkameraden kam etwas verspätet. Vermutlich brauchten sie einen Moment, um ihr Glück zu fassen. Wir durften noch ein paar Fotos mit den Besen machen und bekamen ein paar Tipps, wir wie uns am besten beim Fliegen fotografieren können. 


Nach dem Fliegen hatten wir noch ein bisschen Zeit, um in den Gift Shop zu gehen, aber ich hätte gerne noch mehr Zeit gehabt. Wir hatten mit dreieinhalb Stunden ziemlich viel Zeit, aber es gab noch so viel mehr zu sehen. Ich wäre gerne noch ins Castle Museum gegangen und hätte gerne die Innenräume oder die Downton Ausstellung gesehen, aber wir wollten den Hogwarts-Express, der uns zurück nach Glasgow bringen würde, nicht verpassen. Die Zeit in Hogwarts geht immer so schnell vorbei.

Es ging aber nicht direkt zurück nach Glasgow, sondern wir fuhren noch zum Bamburgh Castle. Das Schloss war schon geschlossen, aber wir wurden durch die Dünen zu einem wirklich atemberaubenden Strand geführt. Ich weiß nicht, ob gerade Ebbe war, aber das Strand war sehr breit und erstreckte sich so lang wie das Auge reichte. Es war ziemlich windig, und der Sand wirbelte ein paar Zentimeter über den Boden. Ich war ein bisschen übermütig und bin mit nackten Füßen ins Wasser gegangen. Das war eisig, aber hey, ich war dieses Jahr schon im Meer! 

 


Mir hat der Strand sehr gut gefallen, aber ich wäre lieber noch etwas länger in Hogwarts geblieben. Nach Bamburgh ging es zurück nach Hause und dann wurde auch "500 Miles" abgespielt und mitgesungen. Mittlerweile kann ich es schon so gut wie auswendig. Vielleicht wäre es mal eine Idee, dass wir das Lied beim nächsten Mal ganz ohne Unterstützung von der CD singen.

Übrigens vielen Dank an Amelie, die ganz viele von den Fotos hier gemacht hat. Ich war von Hogwarts so geflasht, dass ich selber nicht so viele Fotos gemacht habe. Außerdem drehen Muggelgeräte in Hogwarts ja sowieso durch, weil so viel Magie in der Luft liegt...

Dienstag, 16. Dezember 2014

Beruflich nach London

Vor ein paar Wochen lag ein Brief der UK-German Connection (ein britisch-deutsches Jugendwerk) in der Schule, dass ich mich als FLA-Ambassador bewerben könne. Als Erweiterung zu meiner normalen Tätigkeit kann ich damit ein bilaterale Projekt mit einem englischsprachigen Assistenten, der/ die gerade an einer deutschen Schule ist (ELA) durchführen. Ich fand es ganz interessant, habe mich kurz vor knapp beworben und bin tatsächlich genommen worden. Aus diesem Grund musste ich Ende Novemeber für Wochenende nach London, um dort an dem ersten FLA/ELA-Treffen teilzunehmen. Meine erste Dienstreise sozusagen. Die Reisekosten wurden/ werden mir erstattet. Das war irgendwie aufregend.
Die drei Tage in London waren aber echt nicht ohne. Aus Kostengründen (und weil ich keine Lust hatte, zu fliegen - vermutlich wäre mir auch der Flug finanziert worden, der wäre nicht viel teurer gewesen) bin ich mit der Bahn gefahren. Ich kam am Freitag gegen Mittag an und hatte deswegen noch Zeit, mich mit einem anderen FLA zum Kaffee trinken zu treffen, bevor es richtig los ging.
Nach ein paar Ice breaker-Spielen (und wieder habe ich bei dem Spiel "Finde jemanden, mit dem du Sachen gemeinsam hast" ein äußerst schlechtes Händchen bewiesen - mit Mühe und Not sind meine Partnerin und ich auf zwei Sachen gekommen, wir sollten drei finden) und Präsentationen über die UK-German Connection und Projekte des letzten Jahres war der Freitag auch schon rum und wir wurden im Bus zum Hotel gefahren, wo ich den Abend mit Marit von den Orkneys, Nina, einer FLA, die von der gleichen Uni wie Marit kommt und drei ELAs in Marits Zimmer verbracht habe, wo wir eigentlich Trival Pursuit spielen wollten, aber dann doch nur gequatscht haben.
Samstagvormittag ging es dann um zehn Uhr wieder los. Nach einer Sicherheitseinweisung ("Im Brandfall nehmen wir alle den Aufzug, weil im zweiten Stock gerade der Boden neugemacht wird." - ähm, alles klar) und einer Aufwärmübung (Stufe 1: alle männlichen Teilnehmer gehen durch den Raum und benennen alle mit Fischnamen, alle weiblichen Teilnehmer tun das Gleiche, nur nehmen sie Namen von Popstars anstelle der Fische - diesmal wäre ich so gerne ein Mann gewesen; Stufe 2: Kombiniert die Fisch- und Popstarnamen - das Kreativste, zu dem ich in der Lage war, war Lady Lachs) ging es dann in eine intensive Gruppenarbeit: Ideenaustausch wie verschiedene Themen mit Schülern behandelt werden könnten (Geschichte/ Politik, Kultur, Identität und Bildung). Die große Herausforderung des Wochenende war, einen Projektpartner der anderen Sprache (also in meinem Fall eine/n ELA) zu finden und ein Projekt zu entwickeln.
Eigentlich wollte ich etwas machen, das ich mit dem Music Club, den ich an meiner Schule eingeleiert habe, verknüpfen kann, mache, bin dann aber in Geschichtsgruppe gelandet. Ein bisschen, um Laura und Victoria glücklich zu machen, habe ich dann überlegt, dass ich ja was zum Mauerfall machen könnte, bevor ich mich von der Idee, anhand von Legenden einen anderen Zugang zur Geschichte zu finden, habe begeistern lassen. So leicht wie ich hatten es aber nur wenige bei der Partnersuche. Die Tatsache, dass wir ein paar FLAs mehr als ELA waren bzw. sind, machte das Ganze nicht einfacher. Nach der Mittagspause sollten wir uns gegenseitig unsere Projekte bzw. Projektideen vorstellen, was im Kugellager mit 60 Leuten äußerst an den Stimmbändern und den Nerven zerrte.
Nach einem sehr anstrengenden Tag hatten wir uns um fünf Uhr dann auch unseren Feierabend verdient. Eigentlich wollten Marit, Nina, Michael und ich ins Theater, aber leider gab es für das Theaterstück, das wir sehen wollten (Not About Heroes über Wilfred Owen und Siegfried Sassoon) nur noch drei Karten. Die anderen drei überlegten in ein Konzert zu gehen, auf das ich aber keine Lust hatte, und mich deswegen schnell spontan einer Gruppe aus fünf FLAs und einer ELA anschloss, die Mockingjay im Kino sehen wollten. Der Film war richtig gut. An manchen Stellen hatte ich richtig Gänsehaut. Und obwohl ich vorher rumgefrotzelt hatte, dass ich vermutlich einschlafen würde, weil mich der Tag so erschöpft hatte, hatte ich keine Probleme, wach zu bleiben. ;-) Nach dem Film ging uns allen das Lied vom Hanging Tree nicht aus dem Kopf.
Am Sonntag mussten sich einige noch einen Partner suchen. Da ich glücklicherweise bereits am Samstag eine Partnerin gefunden hatte, konnten wir uns auf die Projektplanung konzentrieren. Zum Abschied bekamen wir noch alle einen Kapuzenpulli geschenkt, der mir sehr willkommen war, denn es war echt kalt im Raum. Das Treffen endete mittags mit Lunchpaketen für alle. 
Mein Zug zurück nach Glasgow fuhr erst abends, deswegen hatte ich noch etwas Zeit, mir London anzusehen. Zusammen mit Ines, die in Edinburgh als FLA arbeitet, war ich im Victoria & Albert Museum. Eigentlich wollten wir uns die Brautkleider-Ausstellung ansehen, aber die war uns dann doch etwas zu teuer (über zehn Pfund Eintritt). Also haben wir uns andere Teile des Museums angesehen und zumindest ein paar ausgestellte Kleider (wenn auch nicht Hochzeitskleider) gesehen. Von einer anderen Etage konnte man später auf die Brautkleider-Ausstellung herunterblicken und dabei stellten wir fest, dass sie ziemlich klein war. Ines musste allerdings auch recht bald zum Flughafen fahren und deswegen habe ich mir alleine den Tower und die Tower Bridge im Dunkeln (und Nieselregen) angesehen. Vor dem Tower waren noch die Keramik-Poppies vom Remembrance Day zu sehen (888 246 - für jeden getöteten Soldaten eine). Zum Schluss bin ich noch zur Oxford Street gefahren, um mir die Weihnachtsbeleuchtung anzusehen. Eigentlich hatte ich überlegt, noch zum Winterwonderland im Hyde Park zu fahren, aber das lag dann doch nicht auf dem Weg und ich wollte ja auf keinen Fall den Zug verpassen.




















Auf dem Hinweg hatte ich die Zugfahrt genossen. Auf dem Rückweg eher weniger. Ich wollte einfach nur ins Bett, weil das Wochenende mich ziemlich geschlaucht hatte und mein Nachbar war irgendwie merkwürdig. Aber immerhin habe ich Das Schicksal ist ein mieser Verräter einmal ganz durchgelesen.

Sonntag, 9. November 2014

Hogwarts - what else?

Gestern war ich in Hogwarts! Wirklich! Die Ausflüge der International Students machen's möglich. Die Ausflüge am Wochenende sind für Amelie und mich schon fast eine Tradition geworden. Dieses Mal waren wir in Newcastle und Durham, also wieder England.
Newcastle kannte ich ja schon durch meinen Ausflug mit den Spaniern. Ich habe mir die Brücken über den Tyne nochmal angesehen, aber das Museum für moderne Kunst haben Amelie und ich uns geschenkt. Auf dem Weg zum Fluss herunter begegnenten wir auch einem Affen mit einer Gruppe Bananen im Schlepptau. Pia, ich hoffe, du weißt zu schätzen, dass wir auf solch spaßige Verkleidungen bei deinem Jungesellinnenabschied verzichtet haben. ;-) 
Wir sind am Schloss und am Schwarzen Tor (ich kann mich immer noch darüber amüsieren) vorbei zur Kathedrale gegangen. Nach einem Mittagessen zu Füßen von Queen Victoria haben wir uns auf die Suche nach dem Stadium gemacht. Dabei haben wir China Town passiert, an deren Eingang ein irisches Kulturzentrum liegt. Sehr passend... Außerdem haben wir einen verwunschenen Friedhof entdeckt. Beides kannte ich noch nicht.

Pünktlich wie wir nun mal sind, kamen wir ein paar Minuten zu früh wieder am Bus an. Die meisten anderen auch. Die Betonung liegt auf "die meisten". Wie bei jeder Fahrt war uns eingeschärft worden, ja pünktlich am Bus zu sein. In Newcastle fehlte einer. Er kam auch nicht fünf Minuten später. Die Reiseleiter telefonierten hinter ihm her, aber es dauerte etwas, bis sie herausfanden, wo er steckte. Er hatte sich verlaufen. Mit einer Viertelstunde Verspätung kam er schließlich an. Zu dem Zeitpunkt waren Reiseleitung, Busfahrer und wir alle extrem genervt. Ich hätte ja die Drohung wahr gemacht und wäre, ohne ihn gefahren. Es wurde uns oft genug gesagt, dass wir pünktlich sein müssen und dass man uns zurück lassen würde, sollten wir zu spät kommen. Das nimmt doch jetzt niemand mehr ernst.

Mit einer Viertelstunde Verspätung ging es dann endlich in Richtung Durham - der Grund, warum ich an diesem Ausflug teilnehmen wollte. Der Kreuzgang der Kathedrale in Durham war nämlich eine Kulisse in den ersten beiden Harry Potter Filmen und das Chapter House der Kathedrale war das Verwandlungsklassenzimmer in der "Kammer des Schreckens". Keine Frage also, dass ich da hin musste. Diesmal hatte ich auch meinen Ravenclaw-Schal dabei und um den Hals. Für's Foto habe ich ihn auch an Amelie verliehen. Ich bin ja nicht so. ;-)
Vom Bus aus wurden wir (immerhin sicher 100 Leute) im Gänsemarsch zur Kathedrale getrieben und hatten auf dem Weg kaum Zeit, uns umzusehen. Vor der Kathedrale wurden wir dann zum Glück in die Selbständigkeit entlassen. In der Kirche durfte man nicht fotografieren und ich habe mich daran gehalten, weil überall Aufseher herum liefen und gerade eine Veranstaltung zum Remembrance Day stattfand. Mein Ziel war ohnehin der Kreuzgang. Der Rasen war leider mit Arbeitsgeräten vollgestellt und ein Teil des Kreuzgangs war mit Brettern beschlagen, aber abgesehen davon sah es wirklich wie im Film aus. Mit hunderten Leuten, die gleichzeitig in den Bereich stürmten, war es etwas schwierig, ein Foto zu machen, aber es ist uns gelungen.




Für ein besseres Foto bin ich auch auf den Rasen geklettert, wurde aber nach einiger Zeit von einer Aufseherin im McGonagall-Tonfall dazu aufgefordert, SOFORT wieder in den Kreuzgang zu kommen. Ich dürfe nicht auf den Rasen. Sie musste auch viele anderen aus unserer Gruppe ermahnen. Vermutlich dachte sie sich auch: "Immer diese doofen Fans!" Allerdings muss ich auch anmerken, dass es wenig Sinn macht, das Verbotsschild an komplett anderen Ende des Kreuzgangs aufzustellen. Ich habe es erst entdeckt, nachdem ich den Gang zu dreiviertel umrundet hatte. McGonagalls Klassenzimmer war leider nicht für Besucher geöffnet. Ich konnte nur durch das Fenster reinlinsen.
Im Giftshop der Kathedrale konnte man neben Postkarten und Nippes auch einen Lego-Stein kaufen, um die Kathedrale aus Lego nachzubauen. Ich fand das eine schöne Idee und habe mit einem quadratischen beigen Lego-Stein - den ich nach genauer Anweisung der Freiwilligen in der dazu vorgesehenen Lücke platziert habe - meinen Beitrag geleistet.
Das ist bisher geschafft
Nach dem Besuch in der Kathedrale wollten Amelie und ich eigentlich in das Schloss nebenan, aber das hatte schon nicht mehr geöffnet. Also sind wir durch Durham gelaufen. Das ist wirklich ein niedliches Städtchen! Viele alte Häuser in der Innenstadt und der Marktplatz hat auch in der Dämmerung und bei Nieselregen Charme. Aber es ist uns aufgefallen, dass alle Städte, die wir bisher besucht haben, irgendwie steiler sind als gedacht. Ständig müssen wir Berge oder Treppen hochlaufen. Aber Straßen wie die auf dem folgenden Foto lassen doch wirklich erahnen, was JKR im Kopf hatte, als sie die Winkelgasse beschrieben hat.
Und das Schaufenster dieses Tea Rooms hat es mir auch angetan. Nein, nicht weil er rosa ist. So gut müsstet ihr mich kennen. 
Alice!

Übrigens war ich so in Harry Potter Stimmung, dass ich bei diesem Laden dachte: "Irgendwie haben die 'Quidditch' hier aber gehörig falsch geschrieben. Amateure!" Man mag es mir nachsehen. Ich war auf dem Weg nach Hogwarts. Wohin sonst? ;-)