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Sonntag, 12. Oktober 2014

Dancing Queens

Von meinem Zumba-Kurs habe ich ja bereits berichtet, allerdings gibt es ein paar Änderungen im Kurs: Seit meiner zweiten Stunde sind wir ungefähr doppelt so viele Leute, also immer noch ein Winzkurs, aber immerhin ein bisschen mehr. In der zweiten Stunde war auch tatsächlich ein Mann dabei! Das sorgte natürlich für einiges Aufsehen. :-D Aber ich glaube, er war nur dabei, um seinee Mutter (oder Oma?) zu unterstützen. Die Dame ist bestimmt schon 80 und ist dementsprechend auch nicht so schnell. Und immer wenn alle anderen ihre Bauchtanz-Tücher umbinden (ich habe immer noch keins), braucht sie Hilfe. Vor zwei Wochen war es der Mann, letzte Woche hatte sie zwei Frauen dabei, diese Woche ist der Kurs leider ausgefallen.
Die Trainerin hat außerdem angekündigt, die Lieder zu ändern und hat jetzt auch 10 Minuten Zeit für Übungen auf den Boden eingeplant. Das gefällt mir gar nicht. Ich hatte Zumba doch gerade deswegen gewählt, weil ich nicht wie ein hilfloser Marienkäfer auf dem Rücken liegen und mit den Beinen strampeln wollte. Eigentlich hatte ich überlegt, die Übungen zu boykottieren, aber habe dann doch mitgemacht. Mal sehen, wie ich das in Zukunft machen, ob ich mir einen neuen Kurs suche, in den sauren Apfel beiße oder einen Aufstand im Kurs anzettele...

Montag war ich nochmal tanzen, aber nicht beim Zumba, sondern mit Amelie bei einem Ceilidh-Kurs (schottische Tänze), der von der Uni aus organisiert ist. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, auch wenn ich wirklich schlecht war. Ich glaube, manche Tanzpartner haben mich gehasst, weil ich ständig in die falsche Richtung gelaufen bin oder keinen Plan von nichts hatte. Ich muss zu meiner Verteidigung aber auch sagen, dass ich die erste oder sogar die ersten zwei Stunden verpasst habe. Und ich kann ja nur besser werden. Ich werde also wieder hingehen, nur verpasse ich den Kurs am Montag wieder, weil ich heute für ein paar Tage nach Nordengland aufbreche. Aber wenn ich Amelie ganz lieb frage, zeigt sie mir nach den Ferien vielleicht im Lehrerzimmer, was wir gemacht haben. :-D

Sonntag, 21. September 2014

Zumba in Schottland

Jetzt komme ich auch endlich dazu, etwas über meinen Zumba-Kurs zu schreiben. In Deutschland mache ich das ja schon länger und praktischerweise kann man sich auf der Zumba-Homepage alle lizensierten Traienr und Kurse in der Nähe anzeigen lassen kann. Ohne diese Seite hätte ich vermutlich nie den kleinen Kurs in einem Gemeindezentrum nicht weit von meiner Wohnung gefunden.
Die meisten Kurse, die mir angezeigt wurden, finden in Fitnessstudios statt, was ich aber nicht wollte, weil ich in dann eine Mitgliedschaft in dem Club brauchen würde. Einen kurzen Moment habe ich mit dem Gedanken gespielt, weil ich dann da auch schwimmen gehen könnte, aber ich weiß nicht, wie oft ich das wirklich nutzen würde. Dann doch lieber der Kurs im Gemeindezentrum. Zuerst dachte ich, er würde in einer Kirche stattfinden und fand das etwas merkwürdig, aber dann habe ich mir gedacht, dass es vermutlich ein Pfarrzentrum o.ä. neben der Kirche gäbe und das war dann auch so. Es fand zeitgleich wohl auch eine andere Veranstaltung statt - jedenfalls gingen die drei Jungen, die vor mir das Haus betraten nicht zum Zumba - aber ein älterer Mann, der mir die Tür aufhielt, zeigte mir direkt den Weg.
Das Gemeindezentrum hat (natürlich?) keine Turnhalle. Also findet der Zumbakurs in einem "Saal" statt, der auch eine kleine Bühne hat. Wir tanzen aber im Zuschauerraum und nicht auf der Bühne; die Stühle stehen am Rand. Obwohl der Saal eher klein ist (ich habe als Vergleich gerade den Saal im Pfarrzentrum meiner Taufgemeinde bzw. den Glaspavillon bei uns an der Uni vor Augen - beide sind größer), haben wir Platz ohne Ende, denn der Kurs besteht, inklusive der Trainerin und mir, aus sieben Leuten. Zählt man die beiden Kinder dazu, die zwei der Teilnehmerinnen mitgebracht haben, von denen eins bei ein paar Tänzen mitmachte, bleibt man weiterhin unter zehn Personen. Das ist echt ein Winzkurs. Die Teilnehmerinnen sind, wenn man die Kinder außen vor lässt, geschätzt zwischen 30 und 60 Jahren alt. Die Trainerin würde ich auf Ende 20/ Anfang 30 schätzen, aber schon noch etwas älter als ich.
Ihr Stil ist natürlich komplett anders als der meiner Trainerinnen in Deutschland. Es ist bei meinen Kursen beim Hochschulsport ja schon so, dass die Trainerinnen, auch wenn sie manchmal die Choreos von einander übernehmen, verschiedene Lieder haben und die Tänze teilweise abwandeln. Von den Liedern der schottischen Trainerin kannte ich vier: "El Amor", "Timber", "Pégate" und eins, von dem ich mir nie den Titel merken kann... Zumba Buena? (das Lied bei dem wir uns immer drehen und stampfen müssen und ich mir nie weiß, in welche Richtung es gerade geht) Manche hatten Elemente der Choreos, die ich kenne, aber im Grunde waren alle Tänze neu für mich. Trotzdem bin ich relativ gut mitgekommen. Nur bei einem Lied habe ich ziemlich lange gebraucht, um zu schnallen, dass wir einen Kreis bilden sollten. Ich muss mich eben erst einfinden, nächste Woche klappt es sicher schon besser. Und mit Sicherheit habe ich auch weniger Muskelkater, wenn ich wieder regelmäßig zum Zumba gehe. Vorgestern und gestern hat das Treppensteigen, Aufstehen und Bewegen allgemein seeeehr lange gedauert, weil meine Beine so weh taten.